Bundesschatzbriefe - mit kleinen Summen zum Ziel
Eine Sonderposition unter den Bundeswertpapieren nehmen die Bundesschatzbriefe ein. Ihr erklärtes Ziel bei der Markteinführung vor fast 40 Jahren war die Förderung der Vermögensbildung breiter Bevölkerungsschichten. Und dafür wurden sie auch genutzt: Gespart wurde für die Ausbildung der Kinder, das neue Auto, die Rente… Auch heute noch sind sie durch den relativ kleinen Mindestanlagebetrag von 50,00, bzw. 52,00 Euro interessant. Da sie jederzeit bei Bedarf neu aufgelegt werden können, sind neben der Einmalanlage eines bestimmten Betrages auch, ähnlich wie bei einem Sparvertrag, monatlich gleich bleibende Anlagebeträge möglich. Der jährlich wachsende Zinssatz ist über die gesamte Laufzeit festgelegt. Rückzahlungsbetrag und -termin können also genau kalkuliert werden.Es werden zwei Formen des Schatzbriefes angeboten. Bei Variation A beträgt die Laufzeit 6 Jahre, die Zinsen werden jährlich an den Anleger ausgezahlt. Am Ende des 6. Jahres wird das angesparte Kapital zurückgezahlt. Bei Form B werden die Zinsen angesammelt und am Jahresende dem Kapital zugerechnet. Nach 7 Jahren werden Kapital mit Zins und Zinseszins zurückgezahlt.
Die Zinssätze lagen im Januar 2006 zwischen 2,25% im ersten und 4,00% im sechsten, bzw. siebten Jahr. Je nach Marktsituation werden Schatzbriefe mit angepassten Zinsen neu herausgegeben. Bundesschatzbriefe werden nicht an der Börse gehandelt, können aber nach dem ersten Laufzeitjahr ohne Wertverlust zurückgegeben werden. Sinnvoller ist es allerdings, sie über die gesamte Laufzeit zu halten, um von dem wachsenden Zins zu profitieren.
Wie fast alle anderen Bundeswertpapiere auch, können Bundesschatzbriefe direkt bei der Bundeswertpapierverwaltung gekauft, gehalten und zurückgegeben werden. Sogar ein Dauerauftrag für einen Sparplan ist hier möglich. Und im Gegensatz zu der Depothaltung bei vielen Banken ist das alles kostenlos!