Festgeld - Feste Zinsen über die ganze Laufzeit
Für die Anlage eines größeren Betrages für eine Zeit ab 30 Tagen bis 12 Monaten eignet sich die Anlage als Fest- oder Termingeld. Der Zinssatz wird für die gesamte Laufzeit fest vereinbart, es erfolgt im Gegensatz zum Tagesgeld keine Anpassung.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Termin und Höhe der Rückzahlung können schon zum Zeitpunkt der Anlage genau kalkuliert werden. Die Zeitbeschränkung auf ein Jahr ergibt sich aus der Zinsbindung. Da sich die Kreditinstitute bei der Festlegung des Zinssatzes immer einerseits an den Vorgaben der Bundesbank, andererseits an der Entwicklung auf dem Kapitalmarkt orientieren müssen, wäre eine längerfristige Zinsfestlegung riskant. Dementsprechend steigen die Zinsen zwar mit längerer Anlagedauer, aber nicht im gleichen Verhältnis. Auch der Anleger kann von den verschiedenen Laufzeiten profitieren: Wer mit Zinssteigerungen rechnet, wählt also eine kurze Laufzeit, wer mit Zinsabschlägen rechnet, eine lange. Achtung: Kurzzeitig kann der Zinssatz für Festgeld unter dem für das Tagesgeldkonto liegen. Nur als Anhaltspunkt hier einige aktuelle, etwa durchschnittliche Zinssätze: Ein Monat 2% , 3 Monate 2,25%, 12 Monate 3%.
Da sich die Angebote der Banken ständig ändern, sollte man gerade vor der Anlage von hohen Beträgen die Konditionen genau vergleichen. Auch wenn Online-Banken und ausländische Kreditinstitute gute Konditionen bieten, sollte man daran denken, dass viele Hausbanken im Festgeldbereich relativ große Verhandlungsspielräume haben und gerade ihren Stammkunden gerne entgegen kommen.
Als Mindestanlage gilt meist ein Betrag zwischen 2.500 und 10.000 Euro. Bei diesen Summen kann auch die Anlage bei einer ökologisch orientierten Bank interessant sein. Selbst wenn die Zinsen nicht optimal sind, kann man sie wenigstens mit gutem Gewissen genießen und die Umwelt profitiert in jedem Fall.
Die Rendite bei Festgeld ist also von mehreren Faktoren abhängig, die sich gegenseitig beeinflussen:
Bei höheren Anlagebeträgen steigt der Zinssatz.
Bei längerer Anlagedauer steigt der Zinssatz.
Innerhalb dieses Rahmens geben die Geschäftspolitik der Bank und das Verhandlungsgeschick des Anlegers den Ausschlag.