Geldmarktfond - sicher und flexibel
Geldmarktfonds sind eine relativ neue Anlageform. Investiert wird nicht in Sachwerte, sondern überwiegend in europäische oder internationale Geldmarkttitel. Dabei bieten die international agierenden Fonds meistens deutlich höhere Renditechancen. Je nach Anlageschwerpunkt unterscheidet man vier Fondarten:
Reine Geldmarktfonds investieren fast ausschließlich in Guthaben bei Kreditinstituten,
reine Geldmarkttitel wie Tages- oder Festgelder in verschiedenen Währungen und in festverzinsliche Wertpapiere mit kurzer Restlaufzeit
Cashfonds legen mindestens 75% ihres Volumens in Bankguthaben an
Geldmarktnahe Fonds kombinieren etwa zu gleichen Teilen Geldmarkttitel mit festverzinslichen Wertpapieren und variabel verzinsliche Anleihen mit längerer Laufzeit investiert.
Synthetische Geldmarktfonds schließlich nutzen zusätzlich zu allen schon genannten Finanzmarktmitteln auch noch langlaufende Rentenpapiere.
Gegenüber Tagesgeld bietet der Geldmarktfond den Vorteil, dass sich der Anleger nicht weiter um die Zinsentwicklung kümmern muss, das erledigt der Fondmanager. Ein erfahrener Fachmann kann die aktuell günstigsten Titel auswählen und so die Rendite erheblich beeinflussen. Der Fond sollte also wie alle Investmentfonds sorgfältig ausgewählt werden nach Kriterien wie Wertentwicklung in der Vergangenheit, Erfahrung des Fondsmanager und Anlageschwerpunkt des Kreditinstituts. Fond- und Managementgebühren liegen meist zwischen 0,5% und 2,6% der Anlagesumme und sollten nicht als absolute Zahl, sondern in Zusammenhang mit der Performance gesehen werden. Bei einer guten Wertentwicklung schlagen etwas höhere Kosten kaum ins Gewicht. Zusätzliche Erfolgsprämien für den Manager sind eher unüblich. Die Renditen liegen je nach Schwerpunkt zwischen 3% und 7% und damit über den Zinsen von Tages- und Festgeldern.
Der Vorteil: Fondanteile können börsentäglich und in jeder beliebigen Menge zu dem aktuellen Kurswert verkauft werden, sind also nicht termingebunden. Da sie eng mit den auf dem Geldmarkt angebotenen Renditen verknüpft sind, ist das Risiko eines rapiden Kursverlustes eher gering. Sie eignen sich hauptsächlich für kurzfristige Geldanlagen im Zeitraum von zwei bis zwölf Monaten, und sind, da sie auf einem Wertpapierdepot gehalten werden, vor allem für Anleger, die bereits ein Depot bei einer Bank haben, interessant.